Beethoven : : Ries
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2. Sinfonie op.36

Beethovens zweite Sinfonie wurde am 5.4.1803 uraufgeführt. und verrät vordergründig nichts von den Erschütterungen des gleichzeitigen "Heiligenstädter Testaments". Sie ist aber auch keine heiteres Werk.

Die Einleitung zum ersten Satz enthält in dem trotzigen Tuttischlag zu Beginn und seiner innig erhabenen Melodie Merkmale der seelischen Zustände jener Zeit und thematische Vorahnungen, die in die 7. und 9. Sinfonie Beethovens deuten. Das Thema des ersten Satzes wirkt leicht, bekommt aber eine neue Dimension durch die Bevorzugung des Seitenthemas. Der zweite Satz ist von religiöser Anmut, der dritte ein "dämonisches" Scherzo, Spiegelbild innerer Zerrissenheit.

Der letzte Satz besticht durch kraftbetonte virtuose Energie und zeigt auch schon in Spätwerke, wie in die 8. Sinfonie hinein. Beethovens zweite Sinfonie ist eine Verkörperung dessen, was Beethoven als die Kunst bezeichnete, die ihn davon abhielt, seinem Leben ein Ende zu bereiten. Beethoven möchte dem Zuhörer zeigen, was die Welt noch von ihm zu erwarten hat trotz der Widrigkeiten seines Lebens. Sie bedeutet eine Wende und einen künstlerischen Aufschwung seiner Schaffenskraft, dem das dritte Klavierkonzert c-moll und die "Eroica" folgen.


Die Hörspiele sind auf eine Länge von 30 Sekunden gekürzt.

  Adagio-Allegro con brio 10:12
  Larghetto quasi Andante 11:09
  Scherzo Allegro 03:29
  Allegro mlto 06:36