Beethoven : : Ries
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Konzertreihe

"Klassik in der Scheune"

Scheunenkonzerte der Stiftung Kloster Heisterbach
Eine Konzertreihe mit dem Ensemble van Beethoven


Konzeption und künstlerische Leitung: Wolfram Lehnert

Die neue Konzertreihe „Klassik in der Scheune“ möchte dem Besucher Kammermusik in ihrer ganzen Vielseitigkeit und Farbigkeit präsentieren. In der stimmungsvollen Atmosphäre der großen Zehntscheune des Klosters Heisterbach stellt das „Ensemble van Beethoven“, bestehend aus Musikern des Beethovenorchesters Bonn, vier Themenkonzerte vor, die mit Einführung und Moderation dem Zuhörer ein sehr persönliches Musikerlebnis bieten.


Konzert 1 : "Ludwig van Beethoven und Ferdinand Ries"
Freundschaft zweier Bonner Bürger

Als der junge Ferdinand Ries siebzehnjährig von Bonn nach Wien zu Beethoven reiste, war er sich sicher, dass dieser es nicht ablehnen würde, ihn auf dem Klavier zu unterrichten. Hatte er doch einen Brief seines Vaters bei sich, der damals in Bonn den jungen Beethoven im Violinspiel unterrichtet hatte. Dieser junge Mann gewann das Vertrauen und die Freundschaft des großen Komponisten und menschenscheuen Genies und arbeitete für ihn als Kopist und Sekretär.
Das Programm erzählt die Geschichte dieser Jahre in Wien und stellt Beethovens Septett op.20 einer wunderbaren Bearbeitung der 2. Sinfonie Beethovens für Nonett gegenüber, die sein Schüler Ferdinand Ries angefertigt hat.

  L.v.Beethoven
(1770-1827)
Septett op. 20 (1799/1800)
für Klarinette, Fagott, Horn und Streichquartett
  L.v.Beethoven
(1770-1827)
Sinfonie Nr.2 op.36 (1802/1803)
in der Bearbeitung (1807) von Ferdinand Ries (1784-1838) für Flöte, 2 Hörner und Streichsextett


Konzert 2 : "Typisch deutsch - typisch französisch"
Musiktraditionen rechts und links des Rheins.

Unsere Region erlebte in ihrer Geschichte intensive Berührung mit der französischen Kultur.
Ein guter Grund deutsche und französische Musik und ihre Traditionen näher zu betrachten und am Beispiel zweier Komponisten dieser Länder zu veranschaulichen. Der deutsche Komponist Max Reger bezeichnete sich in als „glühender Bewunderer von Bach und Beethoven“. Sein drittes Vorbild ist Johannes Brahms, der ihn in seinem ganzen Schaffen am meisten beeinflusst hat.
Der Franzose Jean Francaix hasste nach seinen eigenen Worten die moderne Musik und verehrte Haydn, Mozart, Schubert Chabrier und Ravel. Er schreibe „ernste Musik ohne Schwere“, und „Musik die Freude bereiten will“(ein Zitat Claude Debussys). Im letzten Satz seines Oktetts, dem „mouvement de valse“, wird dies besonders anschaulich zu hören sein.

  Max Reger
(1873-1916)
Klarinettenquintett op 146 (1916)
für Klarinette und Streichquartett
  Jean Francaix
(1912-1997)
Oktett (1972)
für Klarinette, Fagott, Horn und Streichquintett


Konzert 3 : "Till Eulenspiegels lustige Streiche"
Ein Konzert für die ganze Familie mit Musik von Richard Strauss, anderen Komponisten - und natürlich mit Till

In diesem Konzert für die ganze Familie erzählt der Till leibhaftig über sein Leben, seine Streiche und über den Komponisten Richard Strauss, der ihm eine ganze Sinfonische Dichtung gewidmet hat.
Doch er wäre nicht der Till, wenn er nicht eine Menge Unsinn und musikalische Überraschungen mitgebracht hätte.

  Richard Strauss
(1876-1949)
Klarinettenquintett op 146 (1916)
Till Eulenspiegels lustige Streiche bearbeitet von Franz Hasenöhrl
für Violine, Klarinette, Fagott, Horn und Kontrabaß

und weitere musikalische Überraschungen.


Konzert 4 : "Ein musikalischer Spaß"
Musik zur Zerstreuung und zum Vergnügen von
Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven

„Auf den gebt mir acht - der wird in der Welt noch von sich reden machen“.
Das sagte Wolfgang Amadeus Mozart der Überlieferung nach zu seinem Nebenmann, als er den jungen Beethoven in Wien am Klavier improvisieren hörte. Musik zur Zerstreuung, zum Vergnügen waren die Divertimenti, die Mozart schrieb. Auch das Sextett Beethovens bedient sich der gleichen instrumentalen Besetzung wie die Lodronischen Nachtmusiken Mozarts und ist auch im Charakter dieser Gattung noch sehr verbunden. Doch Mozart, kein Kind von Traurigkeit, komponierte auch „derbere Späße“, wie in seinem „Dorfmusikanten-Sextett“, dem „Musikalischen Spaß“.

  W.A. Mozart
(1756-1791)
Divertimento F-Dur KV 247
für Streichquartett und zwei Hörner
  L.v. Beethoven
(1770-1827)
Sextett Es-Dur op. 81b ( 1794/95)
für Streichquartett und 2 Hörner
  W.A. Mozart
(1756-1791)
„Ein musikalischer Spaß“ F-Dur KV 522
Sextett für Streichquartett und 2 Hörner